Anbau · Nach der Ernte

Trocknung
und Curing

Nach der Ernte ist die Arbeit nicht vorbei. Wie eine Blüte getrocknet und gereift wird, entscheidet über Aroma, Geschmack und Haltbarkeit fast genauso viel wie der Anbau selbst.

Hier achten wir auf eine durchgängige Kühlkette und optimales Klima im Trockenraum. Im Anschluss wird die Kühlkette durchgängig eingehalten unter verwendung luftdichter Behältnisse.

Trocknung und Curing von Cannabisblüten bei der Blütenbande

Hintergrund

Warum wir langsam trocknen

Frisch geerntete Blüten bestehen zum größten Teil aus Wasser. Trocknen sie zu schnell, bleibt Feuchtigkeit im Inneren eingeschlossen, die Außenseite wird spröde und flüchtige Terpene gehen verloren. Trocknen sie zu langsam oder zu feucht, droht Schimmel.

Deshalb trocknen wir kühl, dunkel und bei kontrollierter Luftfeuchtigkeit. Die Blüten bekommen so viel Zeit, wie sie brauchen, nicht so wenig wie möglich.

Auf einen Blick

Trocknung und Curing im Vergleich

Zwei Schritte, die oft in einem Atemzug genannt werden, aber unterschiedliche Aufgaben haben.

Erst das Wasser, dann das Aroma

Die Trocknung entzieht Wasser. Das Curing lässt das Aroma zum Vorschein kommen und entzieht den üblichen Chlorophyl Geruch des grünen Blattfarbstoffs.

  • Ziel. Trocknung: Wasser entziehen. Curing: Restfeuchte ausgleichen und das Aroma reifen lassen.
  • Wo. Trocknung: hängend oder auf Gittern im Trockenraum. Curing: in luftdicht verschließbaren Gefässen.
  • Dauer. Hängt von Sorte und Charge ab. Als Richtwert gelten für die Trocknung etwa ein bis zwei Wochen, für das Curing mindestens zwei bis vier Wochen.
  • Worauf es ankommt. Gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Dunkelheit und regelmäßige Kontrolle.

Erst nach dem Curing geht eine Charge in die Testung und danach in die Ausgabe.

Im Detail

Was beim Curing passiert

Die Feuchtigkeit gleicht sich aus

Nach der Trocknung ist eine Blüte außen trockener als innen. In einem geschlossenen Gebinde verteilt sich die Restfeuchte gleichmäßig. Die Blüte wird durchgehend gleich trocken, ohne auszudörren.

Grünes verschwindet, Aroma bleibt

Frisch getrocknete Blüten riechen oft grasig. Beim Curing bauen sich Chlorophyll und Reste von Zucker langsam ab. Das grasige Aroma verschwindet, das Sortenaroma tritt hervor.

Curing oder Fermentieren?

Oft heißt es, Cannabis werde fermentiert. Streng genommen stimmt das nicht: Beim Curing arbeiten keine zugesetzten Mikroorganismen wie bei einer echten Fermentation. Es ist ein langsamer Reifeprozess, bei dem die Pflanze ihre eigenen Stoffe umbaut. Gemeint ist im Alltag aber dasselbe.

Lüften gehört dazu

Vor allem in den ersten Wochen öffnen wir die Gebinde regelmäßig, damit Feuchtigkeit entweichen kann und frische Luft hineinkommt. Mit der Zeit wird das seltener.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Trocknung und Curing

Alles Weitere steht in der FAQ.

Woran erkenne ich eine gut gecurte Blüte?

Sie ist außen trocken, aber nicht bröselig, und gibt beim leichten Drücken etwas nach. Das Aroma ist kräftig und sortentypisch, nicht grasig oder muffig.

Braucht Hash auch eine Trocknung?

Für Dry Sift verwenden wir getrocknetes und gecurtes Material, weil gut getrocknete Blüten ihr Harz sauberer abgeben. Bei WPFF entfällt die Trocknung komplett, dort wird frisch eingefroren.

Wie lagere ich Blüten zu Hause?

Luftdicht verschlossen, dunkel und eher kühl. Und immer außer Reichweite von Kindern und Jugendlichen.

Wie lange dauert das Curing?

Allgemein gilt: mindestens zwei bis vier Wochen, viele Sorten profitieren von mehr Zeit. Wir richten uns nach Aroma und Restfeuchte, nicht nach einem festen Datum.

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